Zeichen für eine gute Beziehung

Sie wird nicht auf Facebook zur Schau getragen

Seit Jahren versuchen Psychologen Rückschlüsse auf unsere Psyche zu ziehen. Dabei haben sie jetzt entschlüsselt, was es bedeutet, wenn die eigene Beziehung auf Facebook präsentiert wird.

Die Facebook Welt – sie ist besonders

Bei der Facebook-Welt handelt es sich um eine ganz besondere. Denn nirgendwo anders werden schneller Komplimente über „Likes“ verteilt, Kritik geübt oder sich selbst präsentiert, wie in diesem sozialen Netzwerk. Und einmal ehrlich: Ein jeder, der mehr als 150 Facebook Freunde hat, der wird mit Sicherheit zugeben, dass es sich dabei zum größten Teil um Bekannte oder sogar Freunde handelt. Aber wieso teilen wir die Informationen über uns mit flüchtigen Bekanntschaften oder gar Fremden? Ganz besonders dann, wenn es um die eigene Beziehung geht?

Anstatt das wir unser Privatleben schützen, halten viele von uns ihre Facebook-Freunde mit Pärchenfotos, öffentlichen Liebeserklärungen und Aktualisierung des eigenen Beziehungsstatus‘ auf dem Laufenden. Zusätzlich wird dieses Verhalten mit dem scheinbar perfekten Pärchenfotos zusätzlich verstärkt.

Was steckt hinter dem Verhalten?

Von der Forscherin Tara Marshall, Psychologin der Brunel University in London erklärt dazu, dass es wichtig ist zu verstehen, warum Menschen über bestimmte Themen auf Facebook schreiben. So erfahren Menschen, die mehr Likes und Kommentare erhalten, das Gefühl der sozialen Integration, während diejenigen, die keine erhalten, sich ausgeschlossen fühlen.

Marshall befragte mit einem Kollegen insgesamt 555 Facebook-Nutzer über das Sta-tusverhalten und den psychologischen Hintergrund. Das Ergebnis: Je geringer das eigene Selbstbewusstsein der Befragten war, desto öfter wurden Dinge über den Part-ner gepostet. Das es sich dabei um eine besonders glückliche Beziehung handelt, wie es die Bilder, die Statusupdates etc. vermitteln wollen, das ist jedoch unwahrscheinlich. Vielmehr wird durch die Liebesbekundungen das eigene Ego gepusht.

Haben wir das tatsächlich nötig?

Fazit ist, das eine glückliche Beziehung keine Facebook-Beweise benötigt. Diejenigen, die die Beziehung etwas angeht, die bekommen das auf ganz verschiedenen Wegen mit. Und sollte es nicht so sein: Die Person, mit der man am ehesten die Freude an der Beziehung teilen will, ist doch wohl der eigene Partner und nicht Hunderte von fremden Personen, oder?

Facebook ist ein Beziehungskiller

Wer einmal ein Paar ist, der kann einfach nicht mehr die Finger voneinander lassen. Auf Facebook ist die Freundschaft dann einfach Pflicht. Das ist jedoch nicht ganz ungefährlich für die Partnerschaft, wie ein Beziehungsexperte erklärt.

# Die Beziehung wird durch kleine Geheimnisse spannend

Es gibt etwas in der Beziehung, in der das Unbekannte und Unvorhersehbare will, wie der Beziehungsexperte Ian Kerner einmal in einem Interview mit der „Public Radio International“ erklärte. Seiner Meinung nach kann dieser unterschwellige Wunsch je-doch nicht erfüllt werden, wenn man jedes noch so kleine Detail über den Partner auf Facebook nachlesen kann. Daher rät der Experte Paaren dazu, auf Facebook nicht befreundet zu sein.

# Durch Facebook kommt es zu einer mangelnden Kommunikation

Kerner erklärt ferner, dass er bereits vor einiger Zeit festgestellt hat, dass er nicht mit seiner Frau auf Facebook befreundet sein wolle. Denn eine „Facebook-Scheidung“ wirkt sich nämlich positiv auf die Kommunikation innerhalb der Beziehung aus. Längerfristig könnte es zu Missverständnissen kommen und letztendlich zu Problemen in der Beziehung, wenn man sich nur über das soziale Netzwerk unterhalte. Aus diesem Grund ein Tipp von Kerner: Computer, Smartphone & Co. auch einmal ausschalten, wenn der Partner in der Nähe ist – denn davon profitiere auch das Sexleben.

Ein Angeber-Fact: Die Statistik zeigt auf, wie real die Bedrohung der virtuellen Welten für eine Beziehung sein kann. Von 25 % der befragten Eheleute wurde angegeben, dass sich die Nutzung der mobilen Apps negativ auf die Beziehung auswirke. Regel-mäßigen Streit gäbe es bei 8 %, da ein Partner zu oft im Internet surft.

Zeichen für eine gute Beziehung
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