Was zum Lachen ;-) – die beliebtesten Kosenamen

Kosenamen werden halt so dahin gesagt? Nein, keinesfalls! Denn mit Mausi, Schatz oder Hasi wird bewusst oder unbewusst ausgedrückt, welche spezifischen Gefühle wir gegenüber unserem Partner haben.

Die Diplom-Psychologin Dorothea Böhm aus München weiß, dass mit Kosenamen eine besondere Intimität ausgedrückt wird. So zeigen wir auf eine liebevolle Weise, dass wir miteinander vertraut sind. Jahrelang hat sich die Psychologin mit diesem Thema beschäftigt und sie weiß auch, dass die Wahl der Kosenamen nicht zufällig passiert und tief blicken lässt. So sind die Kosenamen für den Partner untrennbar mit den Gefühlen verbunden, die wir dem anderen entgegenbringen.

Die beliebtesten Kosenamen:

Rund ein Drittel der Deutschen hat für seinen Partner einen Kosenamen parat: Dabei sind die häufigsten:

1. Schatz
2. Schatzi
3. Hase
4. Liebling
5. Schnuckel, Schnucki
6. Mausi
7. Bär, Baerli, Bärchen
8. Mama, Mutti, Muttchen
9. Papa, Papi, Papilein
10. Dicke, Dicker, Dickie

Seit wann gibt es das Wort „Schatz“?

Dass Schatz und Schatzi in der Rangliste der Kosenamen ganz weit vorn liegen und alle anderen hinter sich lassen, das beruht auf Tradition. Denn bereits zu Goethes Zeiten wurde die Liebste gern Schatz genannt und sogar noch um einiges früher. Von der „Frankfurter Allgemeinen“ wurde herausgefunden, dass dieser Kosename bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht.

Die Bundesländer mit dem höchsten Kosenamen-Gebrauch

Interessant ist es zu wissen, in welchen Bundesländern die Paare mit der Vergabe von Kosenamen am aktivsten sind. In einer Umfrage von Befragmich.de (2013) kamen folgende Details ans Licht:

1. Bremen
2. Brandenburg
3. Schleswig-Holstein
4. Berlin
5. Niedersachsen
6. Hamburg
7. Rheinland-Pfalz
8. Bayern
9. Saarland
10. Mecklenburg-Vorpommern

Somit dürfte sich das Klischee von „kühlen Norddeutschen“ wohl in Luft auflösen, oder?
Was kann passieren, wenn Koseworte zu wörtlich genommen werden?

Im wahrsten Sinne des Worte ist die Antwort darauf zum Piepen komisch und diese gibt die großartige Martina Hill in „Knallerfrauen“:

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Warum geben wir dem Partner Kosenamen:

Die Verwendung von Kosenamen ist laut dem sprachwissenschaftlicher Markus Lindlar ein Ausdruck einer gelernten Verhaltensweise. Er erklärt, dass wir überall mit Kosenamen in Verbindung kommen, vom Babyalter bis hin ins hohe Alter. Erst ist es das „Häschen“, dann „Opa“. Am besten hat sich jedoch „Schatz“ durchgesetzt.

Die Bedeutung der Kosenamen

Häufig verraten Kosenamen das, wie man sich seinen Partner wünscht. Derjenige der seine Partnerni „Mäuschen“ nennt, der möchte auch eines haben: Scheu, flink und schutzbedürftig. Eine „Hasen“ hingegen wünscht man(n) sich anschmiegsam. Wenn der Partner, ganz unabhängig von der Größe und der Statur ein Name wie „Hengst“ oder „Tiger“ verpasst wird, dann werden Mut, Führungsstärke und Entschlossenheit von ihm erwartet. Der „Bär“ oder das „Bärchen“ hingegen soll insgeheim ein Beschützer sein. Selbst wenn „Schatz“ oder „Goldstück“ prinzipiell die Wertschätzung gegenüber dem Partner ausdrückt, so werden damit zugleich gewisse Besitzansprüche signalisiert.

Die Männer die ihre Partnerin als „Engel“, „Süße‘ oder „Kleines“ bezeichnen, die sehnen sich vermutlich nach einer lieben und auch etwas unterwürfigen Partnerin. Werden jedoch Kosenamen wie „Dicke“ oder „Pummelchen“ genutzt, dann kann sich dahinter eventuell auch Kritik verstecken.

Es gibt auch die sogenannten „Shorties“, also Abkürzungen der Vornamen wie „Hansi“, „Bine“ oder „Doro“. Damit wird eine harmonische Beziehung ausgedrückt, laut der Psychologin. Auf der einen Seite zeigt die Verniedlichung eine ganz besondere Sympathie für den anderen zum anderen verdeutlicht das auch die Angst vor zu viel Intimität.

Dabei lassen Kosenamen, die auf einer Geschichte beruhen, die nur die Liebenden kennen, auf eine sehr innige Verbundenheit schließen – bspw., wenn die Liebste nach einem Bali-Urlaub als „Lotusblüte“ bezeichnet wird. Dabei handelt es sich laut Böhm um „Fantasies“, also Fantasienamen. Diese stellen das Einmalige, dass in der Beziehung besteht heraus. Die Absender dieser Kosenamen haben keine Angst vor zu viel Nähe.

Der Sprachwissenschaftler Lindlar weiß, wie tief Kosenamen in der Vergangenheit wurzeln und erklärt das anhand der „Taube“. Dieser Name wurde bspw. durch Mutter Beimer aus der „Lindenstraße“ sehr bekannt – aber wurde bereits in der Antike als erotischer Kosename für die Geliebte genutzt. Der Grund: Die Tauben galten als heilige Tiere der Aphrodite.

Kosenamen international

Aus Serien und Filmen wissen wir, dass die Amerikaner (und Briten) ihre Herzallerliebsten gern als „Babe“ oder „Honey“ bezeichnen. Kosenamen wie „Sweetheart“ oder „Darling“ kommen uns auch noch bekannt vor. Doch wie sieht es mit anderen Ländern aus?

Manchmal geht es dort ganz witzig zu, wie bspw. in den Niederlanden. Denn dort wird der Partner gern nach der Lieblingssüßigkeit „Dropje“ also Lakritze benannt. Aber auch Schatz, also „Schajte“ ist dort ebenfalls bekannt. „Amore“ ist in Italien beliebt und in Spanien „Cariño“, „Tesoro“ und „Mi Vida“ (Liebster, Schatz, mein Leben). Bei den Türken ist es nicht unüblich, den Partner als „Fýstýðým“ (Pistazie) zu bezeichnen und in Russland wird die Herzensdame oft als „Vishenka“ (Kirsche) tituliert. Neben dem bekannten Wort „chérie“ sind die Franzosen mit den Worten „mon ange/coeur/trésor/amour“ (mein Engel, Herz, Schatz, Liebe) fast genauso konventionell wie die Deutschen.

Kurioses: Die Kosenamen für das Auto

Ein wenig zum Schmunzeln am Schluss. Denn nicht wenige Menschen bedenken nicht nur ihren Partner mit einem liebevollen Kosenamen, sondern auch ihren fahrbaren Untersatz. Genauer gesagt ist das laut einer Umfrage jeder 7. Deutsche und bei der Wahl der Kosenamen sind sie sehr kreativ: Silberpfeil, diva, Düsi oder auch Kämpfer und Schmuckstück. Etwas inniger geht es mit Namen wie „Mein Kleiner“, „Bärchen“ oder „Mein Lieber“ zu.

Das ist schon ein wenig ulkig, oder? Aber wenn man bedenkt, dass eine Umfrage ergeben hat, dass jeder fünfte sein Auto liebt und fast die Hälfte es mag, dann ist in dem Fall auch ein Kosename nicht so abseitig.

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