Was Stimmen sexy macht

Sexy oder langweilig? Auf diese Stimmen stehen wir!

Einen großen Teil unserer Persönlichkeit macht unsere Stimme aus. Oftmals ist es uns gar nicht bewusst, ob wir eine bestimmte Stimme als angenehm oder sogar erotisch empfinden. Nun wurde von Forschern ergründet, wodurch eine Stimme attraktiv wird – und für wen.

Es gibt für die meisten Menschen genau eine Stimme, die sie überhaupt nicht gern hören: nämlich die eigene. Doch andere Menschen scheinen genau diese Stimme sehr attraktiv zu finden. Was hat die Wissenschaft dazu zu sagen?

1. Sanfte, weiche Stimmen bei Männern

Frauen stehen bei Männern eher auf eine sanfte, weiche Stimme, wie von US-Forschern herausgefunden wurde. Von ihnen wird vermutet, dass sich in der Stimme bereits abzeichnet, wie fürsorglich und liebevoll der Mann als späterer Vater wäre. Doch auch die tiefe, männliche Stimme verspricht Erfolg bei den Damen. Eine tiefe Stimme wirkt dominant und einschüchternd auf andere Männer, wie die Forscher der Penn University herausfanden. Diese Stimme lässt auf einen hohen Testosterongehalt und Kraft schließen. Im besten Fall zieht der Rivale von dannen und der Weg zur Traumfrau ist frei.

2. Hohe Stimmen bei den Frauen

Die Stimme der Frau soll verraten, wie sexuell aktiv und fruchtbar sie ist. So soll die Stimme von Frauen etwas höher werden, je näher der Eisprung rückt. Von den Forschern der State University of New York wurden Männern verschiedene Frauenstimmen vorgespielt und sie ließen diese zugleich die Attraktivität der Frau einschätzen. Das Ergebnis war verblüffend, denn je geringer das Taille-Hüften-Verhältnis der Frauen war, desto attraktiver wurden die weiblichen Stimmen eingeschätzt. Selbst den Frauen, die sexuell sehr aktiv waren, wurden von den Testpersonen eine attraktive Stimme bescheinigt. Was die Tonlage angeht, so werden von den Männern eher hohe, piepsige Stimmen bevorzugt. Von den Forschern wird vermutet, dass die Frau von den Männern als jugendlich und somit fruchtbar eingeschätzt wird.

3. Die Stimme kann viel verraten

Doch die Stimme ist noch wesentlich mehr, denn sie verrät auch, ob die Beziehung hält oder nicht. Von den Forschern der Universität Utah wurde eine Software entwickelt, die durch eine Stimmanalyse vorhersagt, ob die Ehe hält oder nicht.

1.1 Wörter können täuschen – die Stimme nicht

Mit Worten ist es, möglich einen anderen zu täuschen, aber nicht mit dem Tonfall. Der Algorithmus, der von den Wissenschaftlicher der Universität Utah entwickelt wurde, errät, wie glücklich die Beziehung ist. Für die Vorhersage dienten laut den Forschern mehrere Hunderte Gespräche von Ehepaaren, die sich aufgrund von Eheproblemen in Therapie befanden, als Grundlage. Aufgezeichnet wurden die Gespräche in einem Zeitraum von zwei Jahren.

Dabei wird von der Software nicht der Inhalt, sondern die Stimmen der Ehepartner, als die Tonhöhe und die Intensität analysiert und zudem auch ob ein Zittern oder Flirren in der Stimme vorhanden ist. Von den Forschern wurden die Auswirkungen der akustischen Merkmale über das Gegenüber über mehrere Sitzungen untersucht. Von der Software wurde schließlich eine Prognose abgegeben, die aufzeigt, wie sich die Beziehung entwickeln wird.

1.2 Eine hohe Trefferquoten

Die Software-Prognose wurde wiederum mit den Angaben zum Zivilstand von den Forschern verglichen, die von den Probanden fünf Jahre nach der Daten-Erfassung gemacht wurde. Die Trefferquote lag bei 79 %, wie die Forscher mitteilten. Dabei lag die Trefferquote sogar höher als die der menschlichen Experten, heißt es in der Mitteilung.

Doch der Inhalt sei nicht das Einzige, was zählt, sondern es sei auch wichtig wie es gesagt wird. Es handeltsich dabei um die erste von mehreren Studien laut den Forschern zu diesem Thema. Neben der Stimme wird von den Wissenschaftlern auch geplant, nonverbale Merkmale wie die Körpersprache, zu erfassen. Ihre Hoffnung ist es, dass es möglich ist, durch die Erkenntnisse in Zukunft dabei zu helfen, Paartherapien zu verbessern.

4. Die Stimmfrequenz der Frau

Bereits in den 1990iger Jahren hat der Psychologe Kurt Hahlweg eine Studie zum Thema Scheidung und Trennung begonnen und 68 Paare 11 Jahre lang begleitet. 2016 hat er bereits seine Ergebnisse präsentiert.

11 Jahre nach den ersten Untersuchungen wurden die Paare von Hahlweg erneut befragt und von ihnen waren 32,5 % bereits geschieden. Die Forscher wollten anhand der erhobenen Daten anschließend herausfinden, ob es möglich ist Anzeichen für die wahrscheinlich einer Trennung zu finden. Zu Beginn der Studie hatten die Paare dafür Fragebögen beantwortet und sich in Streitsituationen analysieren lassen.

1.3 Die Anzeichen für eine baldige Trennung

Das Ergebnis der Studie: Wenn eine Frau in einem Streit mit einer erhobenen Stimme spricht, dann deutet das auf eine baldige Trennung hin. Das gleiche gilt auch für einen erhöhten Cortisol-Spiegel beim Mann innerhalb einer Streitsituation.

Daraus kann abgeleitet werden, dass Paare, die einen Streit sehr emotional austragen, ein höheres Trennungsrisiko aufweisen, als andere. Kurt Hahlweg erklärte dazu, dass die Ergebnisse bestätigen, wie wichtig es für die Stabilität einer Beziehung ist, die Konflikte nicht zu häufig auf einer emotionalen Basis auszutragen.

1.4 Richtig streiten ist erlernbar

Nun eine gute Nachricht für alle streitlustigen Paare: Es ist möglich „richtiges Streiten“ zu erlernen. Das sogenannte EPL-Programm ist dafür ein Beispiel. Bei diesem Lern-programm wird eine auf Problemlösung ausgerichtete Kommunikation eingeübt und das offenbar mit Erfolg. Denn eine weitere Untersuchung des Psychologen zeigt auf, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Paare zusammenbleiben, die das Training absolviert haben, doppelt so hoch ist für die ohne Training.

Für die älteren Paare galt dies allerdings nicht. Die Paare, die schon mehr als 20 Jah-ren zusammen lebten, waren zu mehr als 75 % mit ihrer Beziehung zufrieden – ganz egal ob mit oder ohne Training. Von dem Forscher Hahlweg wurde das wie folgt erklärt: Die paaren die es bereits 20 oder mehr Jahre zusammen ausgehalten haben, die sich zum größten Teil auch glücklich miteinander.

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