Warum Männer und Frauen unterschiedlich ticken

Bu bist genervt, da er wieder einmal mehr vor dem Rechner sitzt, den Kellner anmault oder nach dem Sex sich umdreht und einpennt. Ärgere dich nicht weiter, denn Hirnforscher haben erklärt, warum Männer und Frauen ganz unterschiedlich in manchen Situationen denken – und wie es dennoch möglich ist, dass sie gemeinsam glücklich werden.

Männer & Frauen: Der kleine Unterschied

Es stimmt: Die Frauen sind von der Venus und die Männer vom Mars. Aber diese beiden Planeten sind nicht im Weltraum zu finden, sondern im Oberstübchen – also max. zwei Meter über dem Boden.

Denn von vielen Untersuchungen wurde aufgezeigt, dass Männer und Frauen tatsächlich unterschiedliche Gehirnstrukturen haben. Demnach unterscheiden sich die weiblichen und männlichen Denkmuster nicht nur aufgrund der Erziehung, der Gesellschaft und Erleben, sondern bereits bei der Entwicklung des Embryos im Mutterleib werden die Synapsen anders vernetzt.

Von Beginn an sind wir ganz verschiedenen Hormoncocktails ausgesetzt und diese zeigen Ihre Wirkung im Alltag. So ist es eigentlich logisch, dass daraus auch Beziehungsprobleme entstehen.

Aufgrund der Gehirnstrukturen gibt es Beziehungsprobleme

Die Neurobiologin, Neuropsychaterin und Autorin Dr. Louann Brizendine von der University of California in San Francisco erklärt, dass die Konflikte zwischen Männern und Frauen zum großen Teil von unrealistischen Erwartungen geschürt werden, und deren Ursache liegt wiederum an den uns angeborenen Unterschieden, die wir nicht berücksichtigen.

Wenn du also in bestimmten Liebeslagen weißt, wie der andere „tickt“, dann vermeidest du nicht nur ein Kopfschütteln, sondern als Paar kommt ihr auch einen großen Schritt weiter. Hier einmal 10 typische Situationen, wie Frauen und Männer unterschiedlich ticken!

1. Du schwelgst in Erinnerungen – er hat vergessen, warum

Du weißt noch genau wie, wo und wann es zu euren ersten Kuss gekommen ist und worüber ihr geredet habt. Vermutlich kann er sich nur an den Monat erinnern und das er den Jahrestag vergisst, das ist damit vorprogrammiert. Deine Enttäuschung leider dadurch auch.

2. Er will sofort Sex, du möchtest erst mal entspannen

Sobald du nach Haus kommst und den Schlüssel zur Seite gelegt hast, würde er am liebsten über dich herfallen. Damit du in Stimmung kommst, müsstest du einfach nur einmal zur Ruhe kommen, den Tag und damit den Stress abschütteln und eigentlich auch noch das Projekt aus der Arbeit beenden.

3. Du berichtest von deinem Alltag – er schweigt sich aus

Du sitzt auf dem Sofa und erzählst ihm, was am Vormittag in der Bahn passiert ist, was du zu Mittag hattest und wie deine Präsentation gelaufen ist. Du fragst ihn, wie sein Tag war, und er antwortet wie immer nur „Wie immer, viel Arbeit!“

4. Er rüffelt in der Öffentlichkeit – du findest es peinlich

Scheinbar nimmt der Taxifahrer einen Umweg, der Kellner bringt keine Pommes, sondern Bratkartoffeln – dein Liebster tut ohne jede Hemmung seinen Unmut kund und du würdest am liebsten im Boden versinken.

5. Du bist traurig – er pragmatisch

Du jammerst über den Krach mit deiner besten Freundin und noch bevor du fertig bist, sagt er scheinbar völlig emotionslos „Schlaf einfach drüber, morgen ist alles anders“, und genau das ärgert dich noch mehr.

6. Du suchst Nähe – er seine Ruhe

Du freust dich nach einem stressigen Tag auf einen gemütlichen Abend zu zweit, eventuell auch beim gemeinsamen Kochen, damit ihr endlich einmal wieder Zeit füreinander habt. Doch er will dagegen einfach nur vor seinem Computer sitzen.

7. Du willst kuscheln – er will nur schlafen

Ihr habt euch gerade völlig ekstatisch in den Laken gewälzt und du fühlst dich ihm jetzt ganz nah. Gern würdest du ihm Liebeserklärungen ins Ohr flüstern oder über den kommenden Urlaub sprechen. Aber er dreht sich weg und schläft einfach ein.

8. Du suchst nach einem stillen Einvernehmen – er nach Streit

Er hat wieder einmal den Müll nicht runter gebracht oder seine durchgeschwitzten Sportklamotten herumliegen lassen. Das stört dich zwar, aber du schluckst deinen Ärger hinunter. Du sprichst ihn nicht drauf an, sondern ziehst es vor, ihm vorwurfsvolle Blicke zuzuwerfen. Das versteht er überhaupt nicht und weiß nicht, was du von ihm willst und ist genervt und sagt „Sag doch einfach, was los ist!“

9. Er braucht das Risiko – du die Sicherheit

Mit den Kumpels eine Motorradtour durch die Masuren oder eine mehrtägige Trackingtour – dafür ist er sofort Feuer und Flamme. Aber du machst dir nur eines: Sorgen um seine Gesundheit.

10. Sie leidet – er lacht dich aus

Es sind noch 100 Meter bis zum Gipfel, alles tut weh, von den Zehen über die Waden bis hin zum Oberschenkel. Du möchtest eine kurze Pause machen, doch er ist putzmunter und tut dein Jammern unter einem profanen „Jetzt stell dich doch nicht so an““ ab – was dich so richtig sauer macht.

Das Männerhirn ist größer – das Frauenhirn fitter

In der Regel sind die Gehirne der Frauen symmetrischer als männliche. Auch andere Teile zeigen unterschiedliche Formen. Auch wenn die Kleinhirne bei beiden ähnlich groß sind, so haben die Männer durchschnittlich das größere Großhirn. Auch die Anzahl der Neuronen an den verschiedenen Stellen des Gehirns ist verschieden – und das ist die Erklärung für die unterschiedlichen Reaktionen auf die chemischen Botenstoffe, wie bspw. den Sexualhormonen. Aber das ist kein Grund zur Freude liebe Herren, denn auch wenn die Frauen in einzelnen Regionen weniger Volumen aufweisen, so sind sie euch doch um einiges voraus.

Das männliche Denken spielt sich in anderen Regionen ab, im Gegensatz zu den Frauen. Hört eine Frau zu oder spricht, dann sind beide Hirnhälften in den meisten Fällen gleich aktiv. Die Männer hingegen denken vornehmlich mit der linken Gehirnhälfte. Selbst die Tatsache, dass Frauen eine schlechtere Orientierung haben, wird so erklärt. So nutzen die Frauen vornehmlich die vordere Hirnregion dazu, sich zu orientieren, während bei den Männern die weit tiefer im Gehirn liegenden Regionen genutzt werden. Also liegen die unterschiedlichen Kompetenzen in den einzelnen Hirnzonen.

Fazit ist, dass Männer und Frauen unterschiedlich ticken und das gleich auf ganz verschiedenen Ebenen. Doch gemeinsam sind wir stark, denn die Kombination aus den sozialen Fähigkeiten und dem Interesse an technischen Systemen macht uns letztendlich unschlagbar. Das ist doch ein schöner Gedanke, denn das bedeutet, dass wir uns einander bereichern.

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