Unglücklich verliebt: Was kann dagegen getan werden?

Es ist kein schönes Gefühl unglücklich verliebt zu sein. Doch warum suchen Frauen sich immer wieder oder öfters den falschen Mann aus. Was kann Frau tun, wenn es schon zu spät ist und man bereits unglücklich verliebt ist?

Unglücklich verliebt – es tut weh

Ein jeder kennt das Gefühl, unglücklich verliebt zu sein. Die Erkenntnis, dass Mr. Right kein Interesse an uns hat und nur Freundschaft möchte oder schlichtweg einfach nicht er Richtige ist, ist hart. Dabei hatte doch alles so schon angefangen und vor allem aussichtsreich. Plötzlich stand er vor einem, der Traummann. Ein Blick, ein Wort, ein Date, ein Kuss und ein unverbindliches „Ich melde mich“ zum Abschied. Was dann folgt, ist nur gähnende Leere. Nichts kommt. Kein Anruf, keine WhatsApp- oder Facebook-Nachricht. Und rufst du ihn selbst an, dann nimmt er nicht ab oder erreichst ihn nicht. Will er nicht oder ist er einfach nur beschäftigt?

Und dann, genau in dem Moment, wo du bereits die Hoffnung aufgegeben hast, kommt der erlösende Ton vom Handy. Herzklopfen, Freund und Angst vermischen sich miteinander. Du öffnest die Nachricht und liest eine Antwort, die wie folgt klingen könnte „Sorry, habs eher nicht geschafft. Spontan Lust, was zu unternehmen?“. Daraufhin kreisen alle möglichen Gedanken durch deinen Kopf: Er hat sich doch gemeldet. Vielleicht mag er mich ja doch? Aber wenn er mich gut findet, warum meldet er sich dann erst jetzt? Vielleicht will er auch nur eine Bettbekanntschaft?! Soll ich mich wirklich mit ihm treffen? Es scheint tatsächlich so zu sein, dass Frau oftmals bereits unglücklich verliebt ist, wenn Mann noch gar nicht ans Verliebtsein denkt.

Warum er eventuell nicht der Richtige für dich ist …

Es hat den Anschein, dass Frauen im Lesen der Zeichen und der Körpersprache der Männer bisweilen ein wenig legasthenisch veranlagt sind. Das hat zur Folge, dass es nicht selten damit endet, dass sie sich unglücklich verlieben und am Ende mit einem gebrochenen Herzen dastehen. Wie kann es aber sein, dass sich immer wieder so viele Frauen unglücklich verlieben und es scheinbar so viele „falsche Männer“ gibt, die jedoch mit der Mr. Right-Maske herumrennen?

In diesem Fall plädiert Dr. Ragnar Beer, Psychologe an der Göttinger Universität zuerst einmal auf mildernde Umstände:

„Man kann nicht generell sagen, dass sich alle Frauen immer in den Falschen verlieben. Das trifft bei weitem nicht auf alle zu! Statt danach zu fragen, warum man sich in den angeblich falschen Mann unglücklich verguckt hat, sollte man sich besser überlegen, was genau an ihm so falsch war. In wen wir uns verlieben, ist keine Entscheidung, die man bewusst trifft. Verantwortlich für das Verliebtsein – und damit auch für das unglücklich Verliebtsein – sind bestimmte Programme, die im Gehirn ablaufen und die man gemeinhin mit ‚die Chemie stimmt’ umschreibt“.

Sind die Muster im Kopf Schuld?

Der Psychologe erklärt weiter:

„Erfahrungen, die man irgendwann mit Männern – sei es mit dem eigenen Vater oder mit früheren Partnern – gemacht hat, setzen sich im Gehirn als Muster fest. Dort sind sie etwas Bekanntes und werden als etwas, vor dem man keine Angst haben muss, bewertet“.

Laut seiner These haben Scheidungskinder später häufig Angst davor eine Beziehung einzugehen oder unglücklich verliebt zu sein, aber suchen dennoch krampfhaft nach einen richtigen Partner fürs Leben. Wer von seinem Vater mit Liebe überhäuft wurde, der wird später nur einen Partner akzeptieren, der auf ähnliche Weise liebt. Somit ist es also keine Schande unglücklich verliebt zu sein, denn das Problem liegt vielmehr in der Sozialisierung begründet.

Doch die Schuld daran, unglücklich verliebt zu sein, hat nicht nur die Sozialisierung zu tragen, sondern vor allem man selbst. Daher solltest du aus deinen Fehlern lernen: Nicht jeder der groß ist, breite Schultern hat und ein sympathisches Lächeln aufsetzt und Komplimente macht ist Mr. Right.

Frauen sehen vor allem das, was sie sehen wollen – und daher sind sie häufig auch unglücklich verliebt. Wenn du dich glücklich verlieben willst, dann solltest du die rosarote Brille hin und wieder zur Seite legen und dein Gegenüber genau inspizieren. Die bittere Erkenntnis, dass du dich getäuscht hast, sollte besser früher als zu spät kommen – denn so ersparst du dir eventuell die nächste Runde und bist einmal nicht unglücklich verliebt.

Unglücklich verliebt: Was kann dagegen getan werden?
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