Trennung: 28 Tage später….

… oder: Die 4 Phasen nach einer Trennung!

Sicherlich hast du es auch schon hinter dir, wie viele andere auch: Eine Trennung und die Achterbahnfahrt der Gefühle, die darauf folgt. Das beginnt bei Wut, geht über Trauer, Enttäuschung und Angst bis hin zur Erleichterung – kurz um du bist vielen verschiedenen Gefühlen ausgesetzt. Wie eine Trennung erlebt wird und wie man damit umgeht, das ist allerdings von vielen Faktoren abhängig: Hab ich selbst die Trennung gewollt oder wurde ich verlassen? Handelt es sich um die Trennung von der ersten großen Liebe oder wurden schon mehrere Trennungen durchlebt? Was für eine Rolle spielten Trennungen in der Kindheit und wie gut kommt man mit ihnen zurecht und „liebe ich mich selbst“?

Es ist hilfreich zu wissen, dass die Trennungszeit in einzelne Phasen aufgeteilt ist und die Sicherheit zu haben, dass es nach einer gewissen Zeit immer wieder bergauf geht – das ist garantiert! In der Regel werden während der Trennung vier Phasen durchlaufen, wobei die Reihenfolge durchaus variieren kann, wie auch ihre Dauer und die Intensität der einzelnen Phasen, die bei jedem Menschen völlig unterschiedlich sein können.

Die 4 Phasen der Trennung

1. Phase: Die Trennung „Nicht-Wahrhaben-Wollen“

Plötzlich ist der geliebte Mensch weg. Du bist geschockt, wie erstarrt und innerlich komplett aufgewühlt. Du willst es einfach nicht glauben und willst es nicht wahrhaben. Du bist des Glaubens, dass dein Ex-Partner es sich noch einmal anders überlegt, und klammerst dich fest an die Hoffnung, dass du ihn vielleicht doch noch einmal zurückgewinnst. Aber dennoch, du musst mit der neuen Situation klarkommen: Der geliebte Partner ist weg und damit das gemeinsame Leben, die gemeinsamen Freunde, die Zukunftsträume und das von einem Tag auf den anderen. Es ist einfach unvorstellbar, dass man je wieder aus diesem tiefen Loch herauskommt und wieder glücklich sein kann.

Das hilft: Gestehe dir ein, dass die Partnerschaft nicht mehr besteht, dass sie vorbei ist. Vertraue dich Freunden und der Familie an, rede viel und lenke dich so gut wie es geht ab. Fühle die Gefühle, nehme sie wahr und akzeptiere, dass es ist, wie es ist – unterbinde zudem die Kontaktmöglichkeiten zum Ex-Partner, wie beispielsweise Facebook, gleiche Kneipen, Restaurants, gemeinsame Freunde …

2. Phase: Das Gefühlschaos

Hast du erkannt, dass die Beziehung vorbei ist, wirst du erneut in ein Loch fallen. Denn nun ist die Trennung Realität und du nimmst die unterschiedlichsten Gefühle war: Trauer, Wut, Schmerz, Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit. Du glaubst diesen Gefühlen vollständig und das für immer und ewig. Du fühlst dich, ab ob man dir den Boden unter den Füssen komplett weggerissen hätte. Aber auch diese Phase – bei der es sich häufig um die längste handelt – geht vorbei – garantiert!

Das hilft: Akzeptiere, dass es so ist wie es ist! Lebe dabei deine Gefühle aus und unterdrücke diese nicht nach dem Motto: „was raus muss,muss raus“! Rede mit Freunden oder der Familie, aber auch ein Tagebuch, in dem du deine eigenen Gedanken niederschreibst können helfen. Oft kommt dabei das Gefühl auf, am liebsten dem Ex-Partner all das mitteilen zu wollen. Das kannst du auch: Schreibe einfach einen oder mehrere Briefe an den Ex-Partner und in diesen drückst du all deine Gefühle und Gedanken aus: aber ohne diese jemals abzusenden! Das ist sehr hilfreich, wenn es um die Verarbeitung der Gefühle geht. Dabei wird das Gedankenkarussell unterbrochen und du erlangst über das Schreiben Klarheit über das, was bisher konfus war.

Es ist zudem auch hilfreich, wenn du dir die verschiedensten Gefühle gegenüber dem Ex-Partner erlaubst: Dabei handelt es sich häufig um Wut & Vorwürfe sowie Sehnsucht & Liebe. Erlaube es beiden Seiten da zu sein, denn je stärker du gegen die Realität ankämpfst, denn umso mehr kämpfen deine Gefühle dagegen an.

3. Phase: Orientiere dich neu

Nun ist es an der Zeit, dass du dein Leben wieder aktiver in die Hand nimmst und du eine Zukunftsperspektive siehst. Die Distanz zum Ex-Partner wird spürbar und die Momente, an denen du nicht mehr an diesen denkst, werde immer länger und kommen öfter vor. Und denkst du doch an ihn, dann ziehst es dich nicht automatisch in die Trauer oder Schwere. Du hast mehr und mehr Energie für Neues, du entdeckst verborgene Potenziale, lernst neuen Menschen kennen und gehst langsam aber sicher immer öfter einen eigenen Weg.

Das hilft: Sei offen für Neues, packe Dinge an, die bisher und vor allem mit deinem Ex-Partner nicht möglich waren, lasse aufkommende Gefühle zu und erkenne, das eine Trennung auch Gutes ermöglicht.

4. Phase: „Auf zu neuen Ufern“

Du hast es geschafft! Der Ex-Partner gehört der Vergangenheit an und du freust dich, dass du die Zeit gut überstanden hast und du daran gewachsen bist. Du hast immer häufiger das Gefühl, dass es richtig war, wie alles gekommen ist und du fühlst dich erfahrener und stärker.

Das hilft: Genieße jede glückliche Minute. Zudem ist es möglich, durch den gewonnen Abstand die Beziehung besser zu reflektieren, und du erkennst, dass du daraus sehr viel über dich selbst und dein eigenes Verhalten in Beziehungen gelernt hast.

Was hilft nach einer Trennung langfristig am meisten?

Es gibt ein Gefühl, dass nach dem Durchlaufen der einzelnen Trennungsphasen hilft, die Ex-Partnerschaft in einem guten Licht in der Vergangenheit ruhen zu lassen: Dankbarkeit! Es ist nicht das Ziel, diese Dankbarkeit direkt nach der Trennung zu spüren, sondern es wird Monate oder gar Jahre dauern! Nun wirst du dich sicherlich fragen „Was, Dankbarkeit? Soll ich meinem Ex-Partner dankbar sein?..“Warum hilft das? Ganz einfach, Gefühle wie Enttäuschung, Arger oder Wut führen bewusst oder unbewusst dazu, dass du an deinem Ex-Partner hängen bleibst und du die Beziehung damit nicht abschließen kannst.

Die innere Haltung „Ich danke dir für die gemeinsame Zeit und Erlebnisse, die Dinge, welche ich dir geben durfte und welche ich von dir erhalten habe!“ hilft, dass du dich vollständig und friedlich von der Beziehung lösen kannst. Besonders auch dann, wenn die Beziehung und die Trennung voll mit Konflikten und schwierig waren. Wenn du es schaffst, dankbar für die gemeinsame Zeit zu sein, und die vielen Erfahrung schätzt, die dich und dein Leben bereichert haben, dann bist du wieder frei! Frei für dich selbst und für einen neuen Partner.

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